C4-Homöopathie in Kürze


© 1999 IHHF / Jürgen Becker, Freiburg

Mit dieser kleinen Schrift möchte ich Ihnen kurz zusammengefasst eine neue Entwicklung in der Homöopathie vorstellen.

Die resonante C4-Verreibung als grundlegender Potenzierungsvorgang

Diese grundlegende Weiterentwicklung der klassischen Homöopathie beruht zuerst einmal auf der resonanten, d.h. mit innerer Beteiligung vollzogenen C4-Verreibung der Ausgangsstoffe, bevor sie in einem zweiten Schritt mit Alkohol oder Wasser weiter verschüttelt werden.

Der Unterschied zwischen einer insgesamt einstündigen Verreibung von Hand im Mörser mit Milchzucker pro Potenzstufe und einer nur wenige Sekunden dauernden Verschüttelung mit Alkohol in der Flasche mag auf den ersten Blick unbedeutend erscheinen - beide Potenzierungsvorgänge werden bisher ohne Unterschied als zusätzliche Zahl hinter dem C oder D gekennzeichnet - und doch bewirken beide Vorgänge nach den Erkenntnissen der C4-Homöopathie dynamisch etwas vollständig anderes: Während die Verschüttelung lediglich die Frequenz des Energiemusters des jeweiligen Mittels erhöht und somit seine Wirkung schnellschwingender und durchdringender macht, bewirkt der (kontinuierliche) Verreibungsvorgang die eigentliche Erhöhung der Arzneikraft, vergleichbar mit der Erhöhung der Amplitude des Energiemusters.

Das grundlegende und wesentliche Geheimnis des Potenzierungsvorganges liegt jedoch in der stufenweise Milchzuckerverreibung von Hand.

Dieses Verfahren hat Hahnemann im reifen Alter durch unermüdliches Experimentieren entwickelt und hinterlassen: In sechs Phasen von je sechs Minuten, jeweils unterbrochen durch vierminütiges Abschaben des Verriebenen, wobei 6g frischer Milchzucker in jeweils drei Portionen pro C-Stufe dazugegeben wird, wird der Ausgangsstoff drei Stunden lang bis zur C3 von Hand im Mörser verrieben. Dieser Aufwand wird leider bisher von vielen Arzneimittelherstellern (auch vom HAB) bei den meisten Mitteln als nicht notwendig erachtet und demzu­folge der Einfachheit halber weggelassen (außer bei primär unlöslichen Stoffen und LM-Potenzen). Damit fehlt unseren bisherigen Potenzen jedoch die wesentliche Grundlage der dynamischen Kraftentwicklung im Potenzierungsvorgang, wie Hahnemann sie entwickelt hat!

Bei der stufenweisen Milchzuckerverreibung von Hand - unter innerer Beteiligung des Verreibers - wir nennen dies im Unterschied zur Maschinenverreibung eine „resonante" Verreibung – geschieht nämlich etwas sehr Geheimnisvolles:

Das Wesen des Stoffes,

von Hahnemann „Geistartigkeit" genannt, entfaltet sich stufenweise von einer Verreibungsstufe zur nächsten - von einer Dimension des dynamischen oder feinstofflichen Lebensgeschehens zur nächsten:

Bei der Cl-Verreibung entfaltet sich die vitalorganische Kraft des Stoffes,
bei der C2-Verreibung seine emotionale oder seelische Kraft,
bei der C3-Verreibung seine mentale oder geistige Kraft,

– und das ist nun das entscheidende Neue:

bei der C4-Verreibung seine wesenhafte oder auch spirituelle Kraft.

Dieses Geheimnis der stufenweisen Entfaltung, Entwicklung oder Freisetzung der Arzneikraft bis hin zum Wesen des Stoffes selbst beruht auf der Selbstähnlichkeit, d. h. dem Einbau desselben Musters in sich selbst im Detail (in der Mathematik „Fraktale" genannt).

Die Verschüttelung zur C6, C30, C200, C1000 oder C10.000 klingt zwar viel bedeutender als die Verreibung zur C3 oder C4, aber das Energiemuster des Stoffes wird dabei lediglich in seiner Frequenz erhöht. Die Stufen der Selbstähnlichkeit dagegen lassen sich nur über die resonante Milchzuckerverreibung entfalten bzw. entwickeln - wie Obertöne in verschiedenen Oktaven.

Im Unterschied zu Hahnemanns Anweisung sind die Arzneimittel der C4-Homöopathie nicht mehr nur bis zur C3-Stufe verrieben, sondern diese „Mittel für die neue Zeit" sind resonant, d.h. unter innerer Beteiligung des Verreibenden, im ersten Schritt bis zur C4-Stufe verrieben (in Ausnahmefällen auch bis zur C5) und dann im zweiten Schritt zur jeweiligen Gesamtpotenzzahl weiterverschüttelt worden. Sie enthalten damit nicht nur die voll entfaltete vitalorganische Kraft (die Cl-Stufe ihrer Kraftentfaltung), wie die herkömmlichen Potenzen, sondern darüber hinaus eine wesentlich feiner und vollständiger zur Entfaltung gebrachte emotional-seelische (die C2-Stufe ihrer Kraftentfaltung) und noch viel mehr mental-geistige Kraft (die C3-Stufe ihrer Kraftentfaltung). Vollkommen neu für die Homöopathie ist ihre in der resonanten C4-Verreibung entfaltete spirituelle Kraft (die C4-Stufe ihrer Kraftentfaltung)!

Was hier wie eine kühne Behauptung klingen mag, haben wir in den letzten vier Jahren sorgfältig prüfen und grundsätzlich bestätigen können.

Die höhere Einsicht der C4-Texte

Primär beruht diese Erkenntnis nämlich nicht wie bei Hahnemann auf lebenslangem unermüdlichen Experimentieren, sondern auf einer „höheren" Weisheit als der unsrigen.

Es ist das besondere Talent Witold Ehrlers, dass er nach einer solchen resonanten C4-Verreibung während einer Art Meditation häufig innerlich vollständige Texte vernimmt, in denen sich das Wesen der verriebenen Stoffe selbst genau, deutlich und umfassend formuliert. Jeder Stoff hat dabei etwas Wesentliches über das Leben, die Welt und das Menschsein auszusagen.

Für mich sind diese C4-Texte ein Geschenk des Himmels für die Homöopathie. In den letzten vier Jahren, in denen ich mich intensiv mit dieser Weiterentwicklung der Homöopathie beschäftige, habe ich in ihnen noch keinen Fehler finden können! Dabei enthalten sie eine große Fülle von Aussagen, die sich empirisch gut untersuchen und überprüfen lassen.

Die „Große Arzneimittelreise"

In den C4-Texten heißt es, dass resonant C4-verriebene Mittel beim Übergang in die neue Zeit eine beträchtliche Bedeutung haben – ganz generell und unabhängig von jeder individuellen Behandlungsbedürftigkeit! Die Mittel

Calcium carboncium, Silicea, Alumina und Natrium muriaticum -

die Kalkerde, die Kieselerde, die Tonerde und das Salz der Erde -

bilden dabei sogar den Anfang eines spirituellen Einweihungsweges, der sich „Große Arzneimittelreise" nennt und insgesamt 22 Mittel umfasst. Nach den vier Erdsalzen folgen in der zweiten Etappe die sieben klassischen Metalle:

Plumbum - Blei - Saturn,
Stannum - Zinn - Juppiter,
Ferrum - Eisen - Mars,
Cuprum - Kupfer - Venus,
Mercurius - Quecksilber - Merkur,
Argentum - Silber - Mond und
Aurum - Gold - Sonne.

Die politische Bedeutung der 16 grundlegenden Kohlenstoff-Mittel

Von besonderer politischer Bedeutung in Hinsicht auf verschiedene Grundformen des Materialismus und damit eine wesentliche und grundlegende Frage unserer Zeit, nämlich der Frage unseres Verhältnisses zur Erde, sind folgende grundlegenden Kohlenstoff-Mittel:

die vier Schritte der Kohleentwicklung (Kompost, Torf, Braunkohle und Steinkohle) für den Hungermaterialismus im kommunistischen Osten,

die vier reinen Kohlenstoffe (C- oder Kohlenstoff-Kette, -Ring oder -Schicht, -Ball und -Kristall, also z.B. Zucker, Graphit, Fulleren und Diamant) für den Überhebungsmaterialismus im Norden, in der Ersten Welt,

die vier Erdölfraktionen (Erdgas, Benzin, Diesel und Paraffin) für den Machtmaterialismus im kapitalistischen Westen und

die vier Rest- bzw. Abfallstoffe (Holzasche, Holzkohle, Steinkohlenteer und Asphalt) für den Raubmaterialismus im Süden, in der Dritten Welt.

Erst wenn wir diese 16 Basiskohlenstoffe bewältigt haben, werden wir über das Erdöl -Petroleum crudum - dem Wesen von „Mutter Erde" selbst zu – und damit wieder auf sie hören können. Hier liegt eine große politische bzw. kulturgeschichtliche Aufgaben der Homöopathie unserer Zeit vor uns – die sich den meisten dieser Stoffe bisher noch überhaupt nicht zugewendet hat. Die C4-Homöopathie hat hier also ein großes Versäumnis der klassischen Homöopathie aufzuholen - den Anschluss an die moderne Zeit – und ihre kollektiven Probleme.

Die eigene Erfahrung einer resonanten C4-Verreibung

Um von all diesen Phänomenen eine eigene lebendige Anschauung gewinnen zu können, ist die eigene Erfahrung einer resonanten C4-Verreibung eines Stoffes die beste Grundlage. Eine genaue Anleitung dazu haben wir im Buch Neue Welten der Homöopathie und der Kräfte des Lebens dargelegt. Von grundlegender Bedeutung für die Weiterentwicklung der Homöopathie sind dabei die sogenannten Verreibungsresonanzphänomene, die man - bei genügender Sensibilität und innerer Beteiligung - während der Verreibung selbst erfahren kann. So lassen sich, besonders in einer Gruppenverreibung, innerhalb kurzer Zeit - nämlich innerhalb von wenigen Stunden mit den entsprechenden Pausen - vier verschiedene Dimensionsstufen eines Arzneimittelbildes in ihrer Grundstruktur erfahren und erleben. Wir betrachten eine solche resonante C4-Verreibung inzwischen als erste „heilige Handlung" der Homöopathie, in der wir eine erste Einweihung in die verschiedenen Stufen der jeweiligen Arzneikraft erleben können - vor ihrer zweiten „heiligen Handlung", der Verschüttlung, und ihrer dritten, der Arzneimittelprüfung am Gesunden.

Dabei stellt sich heraus, dass Hahnemanns Arzneimittelbilder überwiegend die vitalorganische C l-Stufe der Körperempfindungen und Modalitäten erfasst haben und seine Nachfolger der klassischen Homöopathie die Bilder der emotionalen C2-Stufe der Arzneikraft erarbeitet haben - häufig allerdings nur teil- oder ansatzweise. Zur mental-geistigen C3-Stufe der Arzneimittelbilder haben nur wenige moderne Homöopathen bisher überhaupt einen Zugang entwickelt, während die C4-Stufe der Arzneikraft für die Homöopathie bisher noch völliges Neuland war. Ganz konkret heißt das, dass die Homöopathie den ganzen Umfang der Arzneikraft bisher von keinem einzigen Mittel kennt, sondern dass die höheren Dimensionen der Arzneikraft bisher noch unbekannt waren und somit erst noch zu erarbeiten sind - selbst bei den bekanntesten Arzneimitteln wie Pulsatilla, Sulfur usw.

Um diese Arbeit überhaupt einmal anzutreten und die höheren Stufen eines Arzneimittelbildes kennen zu lernen, veranstalten wir regelmäßig C4-Verreibungs- und Prüfungsseminare, in denen jeder Interessierte den gesamten Umfang der Arzneikraft, von der vital­organischen Stufe über die emotional-seelische und die mental-geistige bis zur spirituellen Stufe der Arzneikraft aus eigener Anschauung am eigenen Leibe und im eigenen Leben erfahren und erleben kann. Die C4-Texte, die Witold Ehrler zu den jeweiligen Mitteln bekommen hat, sind aus meiner Sicht so etwas wie die Krönung einer solchen Erfahrung und machen vieles von dem vorher und nachher Erlebten erst wirklich verständlich .

Diese C4-Seminare sind manchmal als Seminarreihen organisiert, z.B. als „Große Arzneimittelreise", wo die einzelnen Mittel aufeinander aufbauen, oder bei den Erdmitteln, den Kohlenstoffen, die sich Schritt für Schritt dem Wesen der Erde im Erdöl nähern, oder auch als Einzelseminare zu einzelnen Mitteln, die sich damit besser zum Kennenlernen der C4-Homöopathie eignen.

Kleinere Schriften zur C4-Homöopathie

Auf zwei verschiedene Weisen versuchen wir, unseren Zugang zum Wesen einzelner Mittel schriftlich zugänglich zu machen:

einmal über den ganzen homöopathischen Entwicklungsweg vom Stoff über die Verreibungsresonanzphänomene, die Arzneimittelprüfung am Gesunden und therapeutische Erfahrungen bis hin zum C4-Text,

zum anderen direkt über die Vorstellung der reinen C4-Texte (als „C4-Postillen").

Bei diesem zweiten Weg bleibt es dem Leser überlassen, die Verbindung zum homöopathischen Arzneimittelbild und zur homöopathischen Praxis selbst herzustellen. Dieser Weg lädt also geradezu dazu ein, die betreffenden Stoffe selbst zu verreiben oder zu prüfen. Für den Anfang lassen sich die neuen Potenzen in ganz ähnlicher Weise wie die alten verwenden, bloß dass ihre Wirkung häufig noch intensiver und schneller zur Heilung führt, als dies mit den herkömmlichen Zubereitungen möglich war.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser kleinen Vorstellung einer großen Sache die wichtigsten Grundlagen vermittelt zu haben, die Ihnen selbst eine eigene lebendige Anschauung der C4-Homöopathie ermöglichen möchte.

Es wäre mein Wunsch, dass Sie uns Ihre Erfahrungen - welcher Art auch immer sie sein mögen - mitteilen

und dass die Homöopathie insgesamt ihre volle Aufgabe in dieser spannenden Zeit des Wandels in neue Zeit antreten wird.

Freiburg, 10.1.1999

Jürgen Becker

Bezugsadressen für resonant C4-verriebene Mittel erhalten Sie auf Anfrage.